Montageprojekt auf der autofreien Insel Langeoog

Nach einem großen Neubauauftrag im Jahr 2022, stand nun ein kleiner Folgeauftrag zur Montage eines Deckenbereichs bei einem Kunden an.

Eigentlich unser täglich Brot, eine kleine Baustelle mit einer geschätzten Montagezeit von 2 Arbeitstagen abzuarbeiten – wäre das Bauvorhaben nicht auf der autofreien Insel Langeoog.

Vorbereitung ist alles!

Die Vorbereitungen für diesen außergewöhnlichen Arbeitsort waren spannend, umfangreich und das ein oder andere Mal auch ziemlich stressig.

Es gab im Vorhinein keine persönliche Besichtigung der Baustelle, die Angebotserstellung und Planung basierte allein auf der Kommunikation, dem Schriftverkehr und der vom Kunden zugesendeten Fotos.

Da unsere Monteure nicht mit dem Arbeitsbus auf die Insel fahren konnten, musste vorab alles benötigte Material, Werkzeug, sämtliche Kleinteile und alles, was definitiv oder auch nur möglicherweise gebraucht würde, in den Winkelplast-Anhänger geladen werden. Selbst ein gewisser Anteil an Undenkbarem musste miteingepackt werden, da es auf der Insel keinerlei Baumärkte gibt.

Jede einzelne Schraube wurde im Vier- bis Sechsaugenprinzip gezählt, jedes geladene Päckchen schriftlich notiert, sodass wir uns sicher sein konnten, dass nichts fehlt.

Anhänger ohne Zugmaschine geht nicht – und da unsere Montagefahrzeuge keine Anhängerkupplung haben, musste ein Mietwagen her. In der Vorweihnachtszeit ein schwieriges Unterfangen, wie ich feststellen musste. Beim Kontakt der 4. Autovermietung im Raum Koblenz wurde ich endlich fündig.

Die Besonderheit bei Langeoog: Keine Autos erlaubt

Um den Anhänger auf die Insel übersetzen zu können, forderte die Schifffahrtbehörde eine Wiegekarte. Also galt es, ein Unternehmen zu finden, das im Raum Mayen-Koblenz Fremdverwiegungen anbietet. Auch hier waren mehrere Telefonate nötig, um letztlich die geforderte Wiegekarte zu erhalten.

Da die Fahrzeit über 6 Stunden zum Fähranleger Bensersiel dauern sollte, hat sich unser Monteur Hendryk bereiterklärt, bereits am Sonntag von Winkelplast aus zum Hafen zu fahren. Die beiden anderen Monteur-Kollegen, die eine kürzere Anfahrzeit hatten, stießen am frühen Montagmorgen hinzu.

Die Autos mussten auf den Parkplätzen auf dem Festland zurückgelassen werden. Vom Fähranleger Bensersiel ging es dann mit Gepäck und Anhänger auf die Insel. Mit der historischen Inselbahn ging es noch bis ins Inselinnere und ab da hieß es: marschieren! Alle Wege – Hotel, Baustelle, Bäcker, Restaurant – wurden zu Fuß bestritten.

Bei diesem Projekt hat die Organisation im Vorfeld definitiv den größten und schwierigsten Anteil ausgemacht. Die vielen Gedanken, der tolle, kollegiale Einsatz des Büroteams und das gute Zusammenspiel mit den Monteurkollegen haben es letztendlich möglich gemacht, dass die Arbeiten sicher und problemlos durchgeführt werden und wir alle den Kunden zufriedenstellen konnten.